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Nach heftiger Kritik der echten Patty Hearst: Fox verwirft geplantes True-Crime-Biopic von James Mangold
Von Robert Laubenthal — 12.01.2018 um 13:30
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„Logan“-Regisseur James Mangold sollte inszenieren, Elle Fanning („The Neon Demon“) war für die Hauptrolle vorgesehen. Doch nach heftiger öffentlicher Kritik der echten Patty Hearst ist das geplante Biopic über die spektakuläre Entführung geplatzt.

Fox

Die reale Geschichte ist spektakulär: Die Medienmogul-Enkeltochter Patricia „Patty“ Hearst wurde im Jahr 1974 von der Guerillagruppe SLA (Symbionese Liberation Army) entführt und für 19 Monate gefangen gehalten, mit dem Tode bedroht und vergewaltigt. In einer spektakulären Wendung nahm Hearst dann mit der Gruppe an einem Banküberfall teil, für den sie nach ihrem Freikommen 22 Monate im Gefängnis verbrachte. Später kam heraus, dass sie die SLA-Mitglieder vor die „Wahl“ gestellt hatten, zu sterben oder der Gruppe beizutreten. US-Präsident Jimmy Carter verkürzte ihr Strafmaß.

Dieser spektakuläre Kriminalfall sollte unter der Regie von James Mangold („Logan - The Wolverine“) verfilmt werden mit Elle Fanning („The Neon Demon“) in der Rolle der Patty Hearst. Doch wie die Branchenblätter Deadline und Variety übereinstimmend berichten, stellte das produzierende Studio Fox 2000 das geplante Projekt am gestrigen 11. Januar 2018 ein, nachdem die reale Patty Hearst sowohl die anvisierte Kinoversion, deren Buchvorlage „American Heiress“ von Jeffrey Toobin und auch eine demnächst erscheinende CNN-Dokuserie über ihre Entführung öffentlich scharf verurteilte.

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Patty Hearst erklärte in einem Statement, die geplanten Film- und TV-Projekte über ihr Martyrium würden „einen einseitigen Dialog fortsetzen, der [ihre] Entführung und Vergewaltigung romantisiert.“ Des Weiteren bezeichnete Hearst die Perspektive von Buchautor Toobin auf die damaligen Ereignisse als „verzerrt“ und kritisierte weiter, dass einer ihrer Kidnapper als Hauptquelle für Autor Toobins „American Heiress“ gedient habe.

Den Mut, ihre Abneigung gegen die Projekte zum Ausdruck zu bringen, habe Hearst nach eigener Aussage durch das Anschauen der Golden-Globe-Verleihung am vergangenen Wochenende gefunden. Die MeToo- und Time’sUp-Bewegungen hätten ihr die Kraft zu diesem Schritt gegeben.

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Buchautor Jeffrey Toobin verfasste vor „American Heiress“ bereits „The People v. O.J. Simpson“, das als Vorlage für die erste Staffel der FX-True-Crime-Anthologieserie „American Crime Story“ diente. Die sechsteilige CNN-Dokumentation „The Radical Story of Patty Hearst“, bei der Buchautor Toobin Ausführender Produzent ist und die von Hearst ebenso scharf angegriffen wurde, wird – nach bisherigem Stand – wie geplant ab dem 11. Februar 2018 auf dem US-Nachrichtensender zu sehen sein. Auch ein begleitender Podcast mit Jeffrey Toobin ist geplant. CNN-Verantwortliche bezogen bisher noch nicht zu Hearsts Äußerungen Stellung.

 

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